Ursprung des Spiels:

Der Ursprung des Bruchenballspiels liegt in der Ausbildung der Knappen zum Ritter. Sinn des Spiels war es, den Knappen in die Lage zu versetzen, seinen Herren während einer Feldschlacht zu retten, wenn er verletzt wurde. Aus einer Kuhhaut wurde ein Sack genäht, der mit Tannenzapfen gefüllt wurde und bis zu 140 kg wog. Dieses Spiel war so beliebt, dass es immer häufiger zu schweren Verletzungen kam. Die Teilnehmer wurden anfangs nach Waffen untersucht, jedoch besserte sich die Situation nur unwesentlich, da der Einfallsreichtum der Teilnehmer immens war. Man entschied sich, möglichst wenige Versteckmöglichkeiten für Waffen zuzulassen. Deshalb wurde ab dem 12. Jahrhundert nur noch in der Bruche (Die übliche lange Unterhose) gespielt, was jedoch nicht ausschloss, dass weiterhin schwere Verletzungen durch Fausthiebe an der Tagesordnung waren. Heutzutage werden die Säcke meist aus Leinen genäht und sind mit Stroh oder Stoffstreifen gefüllt.


Ausstattung:

Das Spielfeld besteht aus einem Spielkreis mit 6 Metern Durchmesser und zwei Torkreisen mit je 1 Meter Durchmesser. Die Feldmarkierungen werden mit Stroh gezogen.


Das Spielfeld:



Der Ball:

Material: Leder oder Leinenstoff 
Füllung: Stroh oder Stoffstreifen 
Gewicht: mind. 25 kg / max. 40 kg 
Durchmesser: mind. 90 cm / max. 120 cm



Die Spielbekleidung:

Die Bruche oder auch Brouch oder Brais ist die mittelalterliche Unterhose des Mannes.
Alle Arten von Bruchen, Kopfbedeckungen nur, wenn sie aus weichen Materialien gefertigt sind. Alle sonstigen Kleidungsstücke wie Schuhe, Hemden usw. sind nicht zulässig.

  
Und das ist der Schnitt:


 


Die Mannschaften:

Jede Mannschaft besteht aus 6 Spielern.


Regeln:

Die beiden Mannschaften befinden sich im Spielkreis, die einzelnen Spieler sind an keine Position gebunden. Der Ball liegt in der Mitte des Spielkreises. Eine Berührung des Spielballs ist vor Spielbeginn verboten. Sinn des Spiels ist es, den Ball in den gegnerischen Torkreis zu bringen. Die Technik (werfen, rollen, tragen usw.) mit der der Ball ins gegnerische Tor verbracht wird ist hierbei nicht entscheidend. Alles ist erlaubt, um den Ball ins Tor zu bringen, jedoch gezieltes Schlagen oder Gebrauch von Waffen ist strengstens verboten und führt zur sofortigen Disqualifikation der gesamten Mannschaft.
Ein Tor ist dann erzielt, wenn der Ball den Boden des Torkreises berührt hat. Die Spieldauer beträgt 2x3 Minuten mit einer Pause von 3 Minuten. Sollte nach Ablauf der zweiten Halbzeit kein Team führen, wird nach weiteren 3 Minuten Pause das Spiel fortgesetzt und zwar so lange ohne Pause, bis eine Mannschaft ein Tor erringt.
Während des gesamten Spiels dürfen keine Spieler ausgetauscht werden. Ausnahme: Ein Spieler verletzt sich so schwer, dass er aus eigenen Kräften das Spielfeld nicht mehr verlassen kann. Der Schiedsrichter kann bei groben Verstössen einzelne Spieler vom Platz stellen, sie werden nicht durch Ersatzspieler ersetzt.

Die Mannschaftspaarungen werden ausgelost und das Turnier wird im k.o. System ausgetragen.


Video:

Im folgenden Video bekommt man einen ersten Eindruck über das zuvor beschriebe Bruchenball-Spiel:


Wir planen als Neuauflage des Bruchenball Turniers Schloss Rheydt 2006, ein Turnier für den Spätsommer 2009. Mögliche Austragungsorte wären zum Beispiel die Eyneburg bei Aachen oder Brauhof Wilshaus in der Nähe von Hamm.

Wir freuen uns auf Eure Meldungen!